Herzlich Willkommen!

Liebe Christen
in der Pfarreiengemeinschaft Altenstadt,
liebe Schwestern, liebe Brüder!

wahrscheinlich fragen Sie sich schon, was alles auf Sie zukommen wird. Wer der Neue sein wird, der Ihrem bisherigen Pfarrer nachfolgt, und wie das Gemeindeleben aussehen wird, wenn aus Altenstadt, Hohenfurch, Schwabsoien, Schwabniederhofen, Schwabbruck und Sachsenried die Pfarreiengemeinschaft Altenstadt wird.

Sie fragen sich das nicht allein. Auch für mich ist es etwas Neues, eine herausfordernde und schöne Aufgabe, gemeinsam mit Ihnen die neue Pfarreiengemeinschaft zu gestalten und ich bin sicher, dass es mit Engagement, gutem Willen und Gottvertrauen möglich sein wird, eine Gemeinschaft zu bilden, die nicht nur aus dem Mangel geboren ist, weil es eben weniger Pfarrer gibt, sondern die wirklich einen Gewinn für die einzelnen Pfarreien bedeutet. Im Augenblick gibt es bei vielen Gläubigen in unserem Bistum große Ängste vor der Zukunft, es könnte jetzt keine Gremien vor Ort mehr geben, wenn die Pfarrgemeinderäte abgeschafft werden. Angst, die Mitarbeit der Ehrenamtlichen in den Pfarreien könnte nicht mehr erwünscht sein. Angst, alles könnte zentralisiert werden, so dass die Kirche auf den Dörfern nicht mehr präsent ist.

Nichts davon wird in unserer neuen Pfarreiengemeinschaft geschehen. Es wird nach wir vor in jeder Pfarrei ein eigenes Gremium geben, in dem sich die Christen in ihrem Ort engagieren können, auch wenn es vielleicht nicht mehr Pfarrgemeinderat heißt. Und es werden auch regelmäßig Gottesdienste in allen unseren Kirchen stattfinden. Wahr ist natürlich, dass ich als Pfarrer nicht bei so vielen Veranstaltungen selber dabei sein können werde, wie ich es könnte, wenn ich nur für eine Pfarrei verantwortlich wäre. Gerade deswegen wird Ihre Mitarbeit in Ihrer Pfarrei oder der ganzen Pfarreiengemeinschaft immer wichtiger werden. Gemeinde besteht ja nicht nur aus dem Pfarrer, schon gar nicht aus Verwaltungsstukturen, sondern aus uns allen. Deswegen ist der Einsatz der ehrenamtlichen Mitarbeiter zukünftig nicht unerwünscht, ganz im Gegenteil: sie werden immer eigenständiger und wichtiger werden und ich werde als Pfarrer für jeden dankbar sein, der sich in unserer Pfarreiengemeinschaft engagiert und zur Lebendigkeit unserer Kirche beiträgt.

Andererseits bin ich sicher, in dem Maß, in dem die Laien in Ihren Pfarreien selbstständiger arbeiten und die Kirche vor Ort gestalten, wird es auch notwendiger werden, Orte der Gemeinschaft zu schaffen. Orte an denen wir uns nicht nur als Altenstädter, Hohenfurcher, Schwabsoiener, Schwabniederhofener, Schwabbrucker oder Sachsenrieder versammeln, sondern als große Gemeinschaft der Katholiken in der Pfarreiengemeinschaft Altenstadt, damit wir uns bei aller Selbstständigkeit nicht in kleine Grüppchen verlieren, sondern wirklich ein Teil des großen Volkes Gottes bleiben. Was bietet sich dazu besser an als die Messe am Sonntag, in der uns Jesus mit sich und miteinander vereinen will? Die Feier der Eucharistie schenkt der Kirche Leben und Einheit, auch wenn es einmal nicht in der eigenen Kirche sein kann.

Das sind nur einige Gedanken, die ich nach Altenstadt mitbringe. Ich freue mich darauf und hoffe sehr, Sie können sich auch freuen! Veränderungen sind häufig schwierig und manchmal machen sie auch Angst, aber wir dürfen darauf vertrauen, dass wir nicht alleine unterwegs sind, sondern von Christus geführt werden. Wenn wir fröhliche und glaubende Christen sind, dann wird auch unsere Kirche lebendig sein. Der Bischof kann nach bestem Wissen und Gewissen die Rahmenbedingungen für seine Gemeinden festlegen, aber ob die Kirche vor Ort lebendig ist oder nicht, wird nicht in Augsburg entschieden, sondern von uns!

Viele Fragen bewegen uns gemeinsam, eine kann ich Ihnen jetzt schon ein bisschen beantworten, nämlich wer Ihr neuer Pfarrer ist:

Ich wurde im Dezember 1981 in Dillingen an der Donau geboren und bin dort in der Metzgerei meiner Eltern und auf dem Bauernhof meiner Großeltern aufgewachsen. Während meiner Gymnasialzeit in Dillingen entwickelte sich langsam die Frage, ob der Priesterberuf für mich der richtige Platz im Leben sein könnte und so bin ich nach dem Abitur 2001 ins Augsburger Priesterseminar eingetreten. Ich habe in Augsburg und Rom studiert, wurde 2007 zum Diakon und 2008 zum Priester geweiht. Danach habe ich zwei Jahre als Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Neu-Ulm gelebt und gearbeitet und anschließend war ich Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft Königsbrunn.

Soweit die Eckpunkte. Ich freue mich sehr darauf, dass wir uns bald persönlich kennenlernen dürfen. Bis dahin: Gott beschütze Sie!

Ihr Pfarrer,

Karl Klein